So langsam aber scheinbar immer sicherer kündigt sich der Rauswurf der NPD in Rauen an. Wie die neuen Eigentümer, der Kölner Wirtschaftsprüfer Johannes Stelten und die Rauener Zahnärztin und ehemalige Bürgermeisterin Rosemarie Arenstedt (beide 71 und verschwägert), verkünden: “Ja, wir sind im Grundbuch eingetragen. Da kriegt uns keiner mehr raus”.
Bleibt die Tatsache, dass die NPD weiter auf dem Gut haust: “Ich habe den Mieter ja mitgekauft”, sagt Arenstedt der taz, “den muss ich rausklagen oder per einstweiliger Verfügung vor die Tür setzen.” Eigenem Bekunden zufolge will die NPD den Rechtsweg voll ausschöpfen – wenn sie es sich denn noch leisten kann – das kann dauern. Molau selbst scheint allerdings einzusehen, dass der Rückzug unvermeidlich ist. „Für uns ist die Lage nicht rosig“, sagte er der Potsdamer Neuesten Nachrichten. Ob die NPD das Gelände freiwillig räumt, werde jedoch erst nach der Landtagswahl in Niedersachsen am 27. Januar entschieden. Molau tritt dort für die Partei als Spitzenkandidat an.
Pläne für das Gut gibt’s auch schon: Ein Jugendprojekt (diesmal ohne die Braunen) könne man sich vorstellen und auch das Bildunsministerium äußert sich: “Wir haben zugesagt zu prüfen, wie eine Unterstützung bei einem Jugendprojekt aussehen könnte”, sagte Ministeriumssprecher Stephan Breiding der MOZ.
Nein, erklärt Arenstedt – eine Golden-Agerin, die mal eben ihr überreichlich vorhandenes Kapital in Projekte gegen rechts stecken könne, sei sie nicht – “in meinem Alter ist da alles verplant. Aber ich musste einfach was tun, damit wir die hier nicht in der Gegend haben.”
Richtig so, Frau Arenstedt! Respekt. Also Leute, wenn mal wieder Zahn-Aua, dann in die richtige Fürstenwalder Praxis!
Bisher kein Senf