Nokia N-Series Navigation mit eigenen Stimmen

Freunde der modernen Technik… Hab vor kurzem ein N82 erstanden, nettes Gerät und vor allem mit integriertem GPS-Empfänger und Nokia Maps, was das “Telefon” zu einem vollwertigen Navigationsgerät inkl. Sprachausgabe etc. aufwertet.

Hab dann mal ein wenig auf der Speicherkarte rumgeforscht und siehe da – die Sprachausgabe-Dateien liegen da einfach so als normale Wave-Dateien rum (auf der Karte im Ordner cities). Nach etwas geforsche war klar: 16-bit mono 16000Hz WAVE Format. Also einfach eigene Sounds aufnehmen und dort speichern, schon redet das Handy mit eigenen Stimmen. Da es mir aber zu aufwendig war, selbst alle Versionen aufzuzeichnen – es sind immerhin über 100 – und es scheinbar auch keine alternativen Stimmen für die Nokia-Handys gibt, hab ich mir mal die Stimmen der Tom Tom Geräte angesehen. Zugegeben, die sind nicht ganz billig, aber immerhin. Gibt’s z.B. auf tomtom.com oder bei Yopia

Mit Hilfe des TTG POI Sound Patchers (läuft mit Wine auch unter Linux) kann man die Tom Tom-Stimmen nämlich schön entpacken – raus kommen ogg-Dateien. Diese dann mit oggdec umgewandelt in WAV, auf die richtige Samplerate gebracht mit sr-convert und noch schnell die dankenswerterweise sehr gut kommentierte config.xml Datei auf der Speicherkarte an die neuen Dateinamen angepasst – und schon funktionieren auch Tom Tom-Stimmen mit dem Nokia.

Gut, die Nokia Software benutzt weitaus mehr Sätze – meist aber nur mit dem Unterschied, dass die Betonung am Ende des Satzes angehoben wird, da eine weitere Anweisung folgen soll. Das kann man getrost vernachlässigen. Schwerer wiegt schon, dass Tom Tom keine Entfernungsangaben in Kilometern kennt, nur in Metern, was dann doch hin und wieder dazu führt, dass die Standard-Stimme dazwischen quatscht. Außerdem fehlen einige Entfernungsangaben, glücklicherweise kann man die einfach durch Aneinanderhängen der vorhandenen Dateien erzeugen (mit shntool): aus 100 und 50 mach 150 :-)

Trotzdem lustig, wenn Bruce Willis das Abbiegen befiehlt, Schweinebacke ;-)

Kleines Shell-Skript dazu:

#!/bin/bash

oggdec *.ogg
rm *.ogg
mkdir nokia

LIST=’ls *.wav’
for i in $LIST; do
FILE=$i
./sr-convert.exe $FILE – nokia/$FILE 16000
done

# neue Entfernungsangaben erzeugen, shntool arbeitet die Dateien
# alphabetisch ab, daher vorher 50.wav kopieren
cp 50.wav b50.wav
shntool join b50.wav 100.wav
mv joined.wav 150.wav
shntool join b50.wav 200.wav
mv joined.wav 250.wav
shntool join b50.wav 300.wav
mv joined.wav 350.wav
shntool join b50.wav 800.wav
mv joined.wav 850.wav
rm b50.wav

Fertig. Alle wav-Dateien in einen Ordner auf der Speicherkarte kopieren – z.B. “english” und im Handy die Sprachausgabe auf Englisch umstellen. Dazu die Datei config.xml aus dem deutschen Verzeichnis ins neue kopieren und darin die Dateinamen anpassen. Viel Spaß!

18. März 2008, 18:16 Uhr

Alice4Skype ist da!

(for an english version, see below)

Endlich mal wieder was neues von Alice :-)

Heute allerdings kein Best-of meines Chatbots sondern ein technischer Durchbruch:

Alice chattet jetzt nicht mehr nur unter Linux und mit Pidgin, sondern erstmals auch mit Skype und unter Windows.

Wer also selbst seine Alice in Action erleben will, kann sich die aktuelle Version hier herunterladen:

In dieser ersten Version besteht natürlich noch reichlich Verbesserungspotenzial. Zum einen gibt es keine richtige Oberfläche, sehr fehlertolerant ist die Sache auch nicht und schlussendlich liefert Microsoft leider keinen Python-Interpreter bei seinen Betriebssystemen mit, was dessen zusätzliche Installation nötig macht (ist in der Windows-Version von Alice enthalten, Linux-Benutzer brauchen nur das Python-Skript).

Nichtsdestotrotz kann man damit sicherlich einigermaßen Spaß haben. Sobald Alice4Skype läuft, übernimmt es die Gesprächsführung bei allen Skype-Chats. Zukünftig wäre z.B. noch eine Beschränkung auf bestimmte Benutzer denkbar, wie sie Alice für Pidgin schon hat.

Und dann wäre da auch endlich mal ein fettes Respect fällig für Christian Drossmann, der Alice deutsch beigebracht hat und auf dessen Arbeit das ganze daher basiert. Thx!

Bekannte Fehler:

- Der Installationspfad von Python sollte nicht geändert werden, sondern auf c:\Python25 belassen werden oder die Startmenü-Einträge müssen manuell angepasst werden (Windows)

(click below for the english version)
Vollständigen Artikel lesen »

12. Februar 2008, 18:45 Uhr

NPD in Rauen vor dem Rauswurf

So langsam aber scheinbar immer sicherer kündigt sich der Rauswurf der NPD in Rauen an. Wie die neuen Eigentümer, der Kölner Wirtschaftsprüfer Johannes Stelten und die Rauener Zahnärztin und ehemalige Bürgermeisterin Rosemarie Arenstedt (beide 71 und verschwägert), verkünden: “Ja, wir sind im Grundbuch eingetragen. Da kriegt uns keiner mehr raus”.

Bleibt die Tatsache, dass die NPD weiter auf dem Gut haust: “Ich habe den Mieter ja mitgekauft”, sagt Arenstedt der taz, “den muss ich rausklagen oder per einstweiliger Verfügung vor die Tür setzen.” Eigenem Bekunden zufolge will die NPD den Rechtsweg voll ausschöpfen – wenn sie es sich denn noch leisten kann – das kann dauern. Molau selbst scheint allerdings einzusehen, dass der Rückzug unvermeidlich ist. „Für uns ist die Lage nicht rosig“, sagte er der Potsdamer Neuesten Nachrichten. Ob die NPD das Gelände freiwillig räumt, werde jedoch erst nach der Landtagswahl in Niedersachsen am 27. Januar entschieden. Molau tritt dort für die Partei als Spitzenkandidat an.

Pläne für das Gut gibt’s auch schon: Ein Jugendprojekt (diesmal ohne die Braunen) könne man sich vorstellen und auch das Bildunsministerium äußert sich: “Wir haben zugesagt zu prüfen, wie eine Unterstützung bei einem Jugendprojekt aussehen könnte”, sagte Ministeriumssprecher Stephan Breiding der MOZ.

Nein, erklärt Arenstedt – eine Golden-Agerin, die mal eben ihr überreichlich vorhandenes Kapital in Projekte gegen rechts stecken könne, sei sie nicht – “in meinem Alter ist da alles verplant. Aber ich musste einfach was tun, damit wir die hier nicht in der Gegend haben.”

Richtig so, Frau Arenstedt! Respekt. Also Leute, wenn mal wieder Zahn-Aua, dann in die richtige Fürstenwalder Praxis!

21. Januar 2008, 15:00 Uhr
Allgemein

Immernoch Nazis in Rauen

Wie die Berliner Morgenpost heute schreibt, ist die NPD noch immer in Rauen aktiv. Andreas Molau, Initiator der NPD-Schulungsstätte gab heute zu Protokoll, dass der Landesverband seiner Partei das Seminar auf dem Gutshof organisiert hatte: “Es ging uns darum, die Kreisverbände zu motivieren, rechtsrelevante Themen zu bearbeiten und potenzielle Kandidaten zu schulen” und “Der Landesverband meiner Partei ist Mieter des Gutes Johannesberg und nutzt die Räumlichkeiten entsprechend”. Während der zweitägigen Veranstaltung sollen knapp 30 potenzielle NPD-Kommunalwahlkandidaten in unterschiedlichen Themenbereichen geschult worden sein.Hatmut Krien

“Das Innenministerium kann das nicht bestätigen”, sagte ein Ministeriumssprecher auf ddp-Anfrage. Weiter wird berichtet, dass auch NPD-Funktionäre wie der Bundesvorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung der NPD, Hartmut Krien, vor Ort gewesen sei. Der Mathematiker und Stadtrat in Dresden gilt in Sicherheitskreisen als wichtiger Dozent bei kommunalpolitischen Schulungen von Kadern.

Es scheint also noch nicht ausgestanden in Rauen! Die NPD plant dem Bericht zufolge, in Zukunft weitere Schulungen in Rauen zu organisieren.

29. November 2007, 00:59 Uhr
Allgemein

Kein Hotelzimmer für Nazis

Hier der Original-Brief des Hotels “Holiday Inn Dresden” an die NPD-Fraktion des Sächsischen Landtags, so gehört sich das:

Sehr geehrter Herr Apfel, sehr geehrter Herr Delle,

wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermaßen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.

Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu bergrüßen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren. Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.

In der Hoffnung, dass Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt, verbleiben wir mit freundlichen Grüßen,

Macrander Hotels GmbH & Co. KG,
Johannes H. Lohmeyer,
Geschäftsführer

27. Oktober 2007, 12:12 Uhr